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Umzug – Teil 3 Der Transport

Es geht endlich los!

Die letzten Vorbereitungen sind abgeschlossen, alles Wichtige ist besorgt und liegt bereit, der Tag des Umzugs steht nun endlich an.
Dank unserer ausführlichen Vorbereitung und unserer Checkliste können wir jetzt Stück für Stück alle wichtigen Aufgaben abarbeiten und dabei nichts vergessen. Um noch einmal detaillierter darauf einzugehen, was man speziell beim Transport noch beachten sollte, gibt es diesen Beitrag. 
Je nach dem, ob die Inneneinrichtung des Aquariums erhalten bleiben soll oder neu gemacht wird, muss man sich auch Gedanken über den Transport der Dekoration machen, denn im Aquarium können Steine, Wurzeln und Co. schnell zehn Kilogramm oder mehr zusätzliches Gewicht bedeuten und eine zusätzliche Belastung für den Boden darstellen. Daher sollte man auch diese entfernen und separat transportieren, immer natürlich abhängig von der Größe des Aquariums. Es bietet sich auch an mit der Dekoration beim Abbau zu beginnen, da diese natürlich hervorragende Versteckmöglichkeiten für eure Fische bieten, so wird es nahezu unmöglich alle einzufangen. 

Transport der Dekoration

Zunächst geht es um die Einrichtungsgegenstände. Sofern Ihr die Wurzeln und Hölzer nach dem Umzug weiter verwenden wollt, bietet es sich an diese in einer wasserdichten Tüte einzupacken, damit das Holz nicht austrocknet. Bei feinen Wurzeln mit dünnen Ästen bietet es sich noch an, das gesamte Holz in Luftpolsterfolie einzuwickeln, um ein Abbrechen der Äste zu vermeiden. Bei den Steinen gibt es eigentlich nichts weiter zu beachten, diese können aufgrund des Gewichts ebenfalls in Polsterung eingewickelt werden, diese müssen allerdings nicht feucht transportiert werden. Auch bei Dekoration aus Keramik oder Ton sollte man zum Schutz vor dem Zerbrechen auch eine Polsterfolie verwenden.

Je nachdem ob auch der Untergrund weiter verwendet werden soll, kann man diesen in Eimer einfüllen und einzeln transportieren. Je nach Größe des Beckens kann der Untergrund auch im Becken bleiben. Bei einem 80cm Becken und durchschnittlich 5cm Füllhöhe vom Bodengrund zusätzlich mit dem restlichen Wasser, ist es schon so gut wie unmöglich dies vernünftig und sicher zu transportieren. Daher empfehle ich immer zumindest einen Teil der Bodengrunds zu entfernen, da man diesen ja sowieso am besten erst reinigt, bevor man diesen noch einmal verwendet. 

Transport der Lebewesen

Nachdem nun die Dekoration entfernt wurde, ist das Wasser nun sehr trüb und es braucht ein bisschen Zeit, bis sich die Schwebstoffe wieder gelegt haben. Jetzt könnt ihr anfangen eure Aquarienbewohner einzufangen und für den Transport zu sichern. 
Wichtig ist dabei, dass wirklich ausschließlich abgerundete Fischtransportbeutel verwendet werden, andernfalls ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Tiere den Transport nicht überleben!
Achtet darauf nicht zu viele und am besten nur Tiere von einer Art pro Beutel unterzubringen. Mehr als vier ausgewachsene Tiere, abhängig von der Größe, sollte man nicht zusammen transportieren. 
Um die Tiere zu fangen, hat sich die Methode mit zwei Keschern am besten bewährt. Dabei treibt ihr die Fische mit dem einem Kescher in die Richtung des Anderen und versucht sie damit heraus zu fangen. Je nach Art kann sich das als eine große Herausforderung herausstellen, denn viele Arten sind äußerst schnell und sehr wendig, da kann es eine Weile dauern alle Fische einzufangen. Man sollte aber versuchen hierbei so schnell wie möglich vorzugehen, um den Stress für die Tiere so gering wie möglich zu halten. 
Nachdem ihr die Fische eingefangen habt, müsst ihr die Transportbeutel gründlich verschließen. Hierbei ist zunächst zu beachten, dass maximal ein Drittel des Beutels mit Wasser gefüllt sein darf, denn die anderen zwei Drittel müssen mit Luft gefüllt sein, um eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Tiere gewährleisten zu können. Versucht beim Verschließen den Beutel so prall wie möglich mit Luft zu belassen. Das ist bei den ersten Versuchen meist sehr schwierig, man findet aber schnell einen Weg, wie es klappt. 
Wenn ihr das noch nie gemacht habt, nehmt euch zunächst einen leeren Fischbeutel, nur mit Wasser gefüllt und übt daran so viel Luft wie möglich mit einzuschließen. 
Jetzt gilt es noch die Transportbeutel für die Fahrt abzusichern. Neben den Erschütterungen und Bewegungen, muss man besonders auf eine stabile Temperatur achten. Am besten transportiert man die Tiere in einer Styroporbox, die zusätzlich auch noch Erschütterungen abfedern kann und gut isoliert. Abhängig von der Jahreszeit sollte man hier zusätzlich mit Heat- oder Coolpacks arbeiten, denn bei extremen Temperaturen kann man nur so gewährleisten, dass die Temperatur einigermaßen konstant bleibt. 

Aquarium und Unterschrank

Habt ihr nun alle Dekorationsgegenstände und den Bodengrund gesichert und alle Bewohner aus dem Becken sicher verpackt, dann geht es nun um das Herzstück; das Aquarium und den Unterschrank.
Wie schon einmal angesprochen ist es hier am besten, wenn ihr nicht alleine versucht das Aquarium zu transportieren, zu zweit geht es deutlich leichter. Im besten Fall nutzt ihr für das Aquarium spezielle Saugnäpfe mit Griffen, die üblicherweise von Glasern genutzt werden. Somit habt ihr immer eine vernünftige Griffmöglichkeit und könnt nicht an den Ecken oder an anderer Stelle abrutschen. Zur Not gehen aber auch Handschuhen mit Gumminoppen, die einem genügend Grip geben sollten. 
Für den Transport vom Aquarium sollte man dringend eine saubere, weiche Unterlage nutzen, beispielsweise Styroporplatten oder eine Decke, damit kleine Unebenheiten im Boden des Fahrzeugs nicht das Glas kaputt machen können. 
Der Unterschrank muss dann nun nicht mehr wie ein rohes Ei behandelt werden, entweder baut ihr diesen auseinander oder versucht diesen in einem Stück zu transportieren. Sichert diesen aber sorgfältig im Fahrzeug ab durch Gurte und Decken, damit während der Fahrt nichts verrutschen kann, auch so sind schon einige Aquarien zu Bruch gegangen. 

Letzte Hinweise

Wenn ihr die bisherigen Hinweise befolgt habt, sollte alles heil und sicher am neuen Bestimmungsort angekommen sein. Im besten Fall habt ihr am neuen Bestimmungsort bereits ein eingelaufenes Aquarium, in dem ihr eure Tiere zunächst unterbringen könnt, andernfalls solltet ihr vorübergehend eine Tonne oder eine große Wanne nehmen, den Filter anschließen und dort die Tiere zeitweise unterzubringen. Es sollte aber schnellstmöglich das eigentliche Aquarium wieder aufgebaut und eingerichtet werden, damit die Tiere ausreichend Rückzugsmöglchkeiten haben, um die Strapazen des Umzugs verarbeiten zu können. Es ist aber wichtig, dass die Tiere nur in ein funktionierendes und eingelaufenes System eingesetzt werden, andernfalls werden die Tiere den Stress nicht überleben.

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